Markus Gisdol zum Fan-Eklat: «Deutlich Kante zeigen»

von Marcel Breuer | dpa09:58 Uhr | 24.09.2018

Markus Gisdol hat als früherer Hoffenheimer Trainer den Profifußball aufgefordert, sich gegen Aktionen wie das Fadenkreuz-Plakat von Dortmunder Fans gegen Dietmar Hopp zu wehren.

«Ich glaube, dass wir alle in unseren Business geschlossen dagegen vorgehen sollten», sagte der 49-Jährige in der SWR-Fernsehsendung «Sport im Dritten». «Wir sitzen da alle in einem Boot. Wir müssen alle deutlich Kante zeigen, damit Grenzen nicht überschritten werden.»

Dortmunder Fans hatten vor dem 1:1 zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund einen großen Banner ausgerollt, der das Konterfei von Mäzen Hopp hinter einem Fadenkreuz darstellte. Zudem gab es bei dem Bundesliga-Spiel weitere beleidigende Spruchbänder und Schmähgesänge gegen den 78-Jährigen.

Hopp habe ein unglaubliches soziales Engagement an den Tag gelegt, betonte Gisdol. Viele Fans von gegnerischen Mannschaften lehnen den Milliardär, ab, da er Hoffenheim von einem Dorfclub zum Bundesliga-Team gemacht hat. Gisdol, zuletzt Chefcoach des Hamburger SV, trainierte von 2013 bis 2015 die TSG.

Die Gäste-Anhänger protestierten mit ihren Aktionen gegen Hausverbote von Fans aus ihrem Lager. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke entschuldigte sich danach für den Eklat. Die TSG hat sich in einem offenen Brief gegen die Anfeindungen und Beleidigungen gewehrt.

(dpa)



Wenn das ne Rote Karte war, dann heiß ich Alfonso in Zukunft.

— Franco Foda über einen Platzverweis