Bremen (dpa) - Werder Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode kritisiert die vermeintlich zunehmenden Diskussionen der Fußball-Profis mit den Schiedsrichtern.
«Man hat den Eindruck, dass inzwischen jeder versucht, möglichst laut und viel Ärger zu machen, um seine Interessen durchzusetzen, in dem er Druck auf die Schiedsrichter ausübt», sagte der Ex-Nationalspieler, der in seiner eigenen Karriere nach 178 Spielen die erste Gelbe Karte gesehen hatte und nie gesperrt worden war, im «Kicker»-Interview.
Die Einführung des Videobeweises habe dieses Phänomen «meiner Wahrnehmung nach» noch verstärkt, sagte der 50-Jährige. «Die Rudelbildungen nehmen immer mehr zu. Da wäre es für alle Beteiligten mal an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Entspricht das wirklich den Werten, für die wir stehen wollen.» Grundsätzlich können die Unparteiischen die Spieler mit Gelb verwarnen, wenn diese zu vehement den Einsatz des Videobeweises fordern.
Ich hatte einen Gegenspieler, der mich 85 Minuten durchbeleidigt hat. Er hat behauptet, dass meine Freundin ständig bei ihm schläft, dass meine Freundin ihn permanent anruft und dass er sogar Nacktfotos von ihr habe. Erst am Ende des Spiels habe ich ihm gesagt, dass ich Single bin.
— Ansgar Brinkmann über den SV Meppen.