Berliner Stadtmeisterschaft für Union-Trainer nicht wichtig

von Marcel Breuer | dpa15:21 Uhr | 20.05.2020
Urs Fischer sind die Punkte wichtiger als die Berliner Stadtmeisterschaft. Foto: Sven Hoppe/dpa
Foto: Sven Hoppe

Der inoffizielle Titel des Berliner Stadtmeisters spielt für Trainer Urs Fischer vom 1. FC Union vor dem Derby gegen Hertha BSC nur eine untergeordnete Rolle.

Ein erneuter Sieg wäre vor allem wichtig, um «unser übergeordnetes Ziel Ligaerhalt zu schaffen», sagte Fischer vor dem Duell am Freitag (20.30 Uhr) in der Fußball-Bundesliga. «Für mich zählt in erster Line der Ligaerhalt, nicht die Stadtmeisterschaft», ergänzte der Schweizer Fischer, gab aber auch zu: «Wenn beides eintreffen würde, umso schöner.»

Aufsteiger Union hatte in der Hinrunde mit 1:0 An der Alten Försterei gegen Hertha gewonnen, vor dem Geister-Derby im Olympiastadion sehen sich die Köpenicker erneut in der Rolle des Außenseiters. Fischer bereitet das Team nach dem Tod seines Schwiegervaters in der Vorwoche seit Dienstag auf das Duell vor. «Ein Derbysieg bedeutet mir immer etwas. Ich werde versuchen, den Fokus auf das Spiel zu bekommen, auch wenn das nicht so einfach ist», sagte Fischer angesichts der schwierigen privaten Situation und ergänzte bei einer Pressekonferenz: «Ich bin mir sicher, das wird mir gelingen.»

Beim 0:2 am Sonntag gegen den FC Bayern hatte er nicht auf der Bank sitzen können, da er in seine Heimat gereist war und der Nachweis von zwei negativen Coronavirus-Tests zunächst nicht erbracht werden konnte. Mittlerweile gibt es aber auch bei Fischer Vorfreude auf die Begegnung. «Den Sieg kann niemand versprechen. Aber eines kann ich versprechen: Die Mannschaft wird alles dafür geben», sagte Fischer.

(dpa)



Als die Nachricht im Fernsehen kam, habe ich sofort ausgemacht.

— Kölns Trainer Markus Gisdol erzählt, wie er davon erfuhr, dass das Heimspiel gegen Hoffenheim doch vor leeren Rängen statt vor eingeplanten 9.200 Zuschauern ausgetragen werden muss.